Samhain

Samhain ist eines der großen irisch-keltischen Festen und wird häufig als Sommerende übersetzt und zählt als Beginn des keltischen Jahres. Es wird auch Hexensilvester genannt. Halloween hat sich in Amerika aus den irischen Bräuchen zu dem heutigen, kommerziellen Fest entwickelt.

Wann wird gefeiert?

Samhain ist ein Mondfest, daher wird das Fest zum 11. Schwarzmond (Neumond) gefeiert, wobei der anschließend zunehmende Mond auch die wiederkehrende Kraft der Natur spiegelt, oder zum Vollmond. Als fixes Datum wird Samhain am 31. Oktober gefeiert.

Was wird gefeiert?

Samhain galt als Beginn des keltischen Jahres und wird im Neuheidentum ebenso interpretiert. Es wird der endgültige Abschied vom Sommer sowie der Ernte gefeiert, aber auch der Neubeginn mit der Hoffnung, dass das Leben wieder geboren wird. Zudem ist es ein Ahnenfest bei dem wir unseren verstorbenen Verwandten gedenken und sie ehren. Zu dieser Zeit wird es draußen schon merklich kälter, nasser und dunkler, häufig wird auch alles im Nebel verschleiert. Dieses trostlose Erscheinen der Natur wird hier und da noch von einigen bunten Blättern und wenigen Früchten an dem Bäumen abgeschwächt. Die Sonne die ohnehin nur noch selten scheint ist in auch Ihrer Kraft sehr schwach. Es ist nun an der Zeit die letzten Vorräte einzuholen, wobei sich auch noch manche Tiere beobachten lassen. Wir können dieses Fest nutzen um ein Fazit des letzten Jahres zu ziehen, unsere Schwächen zu betrachten und Vorsätze für das neue Jahr zu fassen.

Mythen & Legenden,

Die bekannteste der zahllosen Mythen um Samhain besagt, dass durch die Sidhe (Elfenhügel) die Tore zur Anderswelt für magische Gestalten offen sind und so die Verstorbenen wieder in unsere Welt gelangen konnten.
Nach der Legende fiel die 2.Schlacht von Mag Tuired auf Samhain. In ihr gewann das magische Volk von Göttin Danu (Túatha Dé Danaan) gegen die Fomori (Sagenhaften/Riesen) und Gott Lugh tötete seinen Großvater Balor. Später wurden das Volk von Göttin Danu in die Sidhe verbannt. Doch zu Samhain war es möglich, diese wieder zu verlassen. Der mystische Hügel von Tara hat eine enge Verbindung mit Samhain, hier wurde zu Samhain das Tara Fest gefeiert.
Dank der Legende von Jack O´Latern wurde zunächst die Rüben- dann die Kürbislaterne ein Symbol von Samhain/ Halloween. Weitere Sagen sind Aislinge Oenguso, Dagda & Morrigan,

Wie wurde früher gefeiert?

Die Feier begann am Vorabend und dauerte mindestens den ganzen Tag an, in großen Versammlungen wurden riesige Feuer angezündet, es wurden den Göttern (Blut-)Opfer erbracht und es endete wohl in einem großen Festessen mit ordentlichem Trinkgelage. Der König soll sich zu Samhain mit der Göttin des Landes in Tara vereinigt haben und Liebespaare haben sich gefunden. Es heißt auch, dass es möglich und üblich war in die Zukunft zu schauen. Samhain wurde nach dem arbeitsreichen Sommer von der ganze Sippe genutzt um zusammen, vor allen auch mit den Ahnen über vergangenes zu reden und Zukunftspläne zu schmieden.

Welche Bräuche sind heute üblich?

Mit einer Kerze auf der Fensterbank können die Ahnen eingeladen werden, auch wird für sie am Tisch mit gedeckt, zudem kann noch Brot und Wein nach draußen gestellt werden. Wenn möglich kann die Leibspeise eines Ahnen oder ein traditionelles Familiengericht zubereitet werden. Selbstgebackene Kürbiskekse oder – brote sind beliebt und ehren die Ernte, viele lassen das Essen für die Ahnen über Nacht auf dem Tisch stehen.
Junghexen werden eingeweiht und magische Gegenstände geweiht. Durch Orakeln können der Zukunft Geheimnisse entlockt werden. Ein Hexenbesen und die Kürbislaternen vor der Tür sollen vor unerwünschten Geistern schützen.
Der Altar kann mit bunten Laub, Äpfeln, Nüssen und in den Farben orange, Braun und Schwarz gestaltet werden, es können einzelne Fotos von Verstorbenen oder mehrere als Ahnenbaum dekoriert werden.